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Bauen

Türen, Tore und Schleusentüren steuern

Welche Tür wie viel Druck hält, wie viel Strom sie braucht und wie du sie per Logik öffnest, sperrst und gegeneinander verriegelst – mit Rechenbeispiel und Schleusen-Programm.

Geprüft mit 0.2.6428.27798 Aktualisiert 20.10.2026

Eine Tür ist in Stationeers mehr als ein Loch in der Wand. Sie hält einen bestimmten Druckunterschied aus, braucht Strom und lässt sich über Logik öffnen und sperren. Wer das weiß, baut Schleusen, die nie aus Versehen beide Seiten gleichzeitig öffnen.

Die wichtigsten Türen im Vergleich

TürStromhält DruckunterschiedBausatz
Komposit-Tür10 W300 kPaKit (Tür)
Glastür10 W200 kPaKit (Tür)
Manuelle Luke10 W500 kPaKit (Tür)
Luftschleuse25 W1000 kPaKit (Luftschleuse)
Strahltür25 Wkeine Grenze, bricht nicht durch DruckKit (Sprengtür)

Das Kit (Tür) aus der Automatendrehmaschine baut wahlweise Glastür, Komposit-Tür, Komposit-Rollabdeckung, Luke und Bodenluke. Das Kit (Luftschleuse) kommt laut Spieldaten aus der Hydraulischen Rohrbiegemaschine. Der Bausatz für die große Strahltür braucht dagegen die zweite Druckerstufe, und die Tür selbst verbaut sechs Stahlbleche.

Bauen in drei Schritten

Komposit- und Glastür entstehen in drei Stufen: Bausatz aufstellen, dann mit dem Schweißbrenner eine Plastikplatte einsetzen, zuletzt mit der Brechstange Glas. Die Glastür bekommt zwei Glasplatten, die Komposit-Tür eine. Abgebaut wird in umgekehrter Reihenfolge, mit Winkelschleifer, Handbohrer und zuletzt Schraubenschlüssel.

Strom und Daten haben bei diesen Türen getrennte Anschlüsse. Sie sitzen unten an der Tür. Das Kabel muss bis an die Türebene heranführen, sonst findet es keinen Anschluss.

Ohne Strom

Eine Tür ohne Strom oder mit On 0 lässt sich nicht mehr anklicken. Dann hilft nur noch die Brechstange – und auch die nur, solange die Tür nicht gesperrt ist. Eine gesperrte Tür ohne Strom bleibt zu. Leg das Kabel deshalb so, dass eine Störung im Netz dich nicht aussperrt.

Druck: was eine Tür aushält

Jede Tür und jede Wand hat eine Grenze für den Druckunterschied zwischen beiden Seiten. Ab 80 % dieser Grenze gilt das Bauteil als belastet.

Ein Rechenbeispiel auf dem Mond, draußen ist Vakuum:

  • Innen 101 kPa gegen 0 kPa: Die Glastür trägt 101 von 200 kPa, also rund 51 %. Kein Problem.
  • Du pumpst den Raum auf 170 kPa: Das sind 85 % – die Tür ist belastet.
  • Als sichere Obergrenze für Bauteile mit 200 kPa gelten 150 kPa gegen Vakuum, das sind 75 %.

Willst du einen Raum mit hohem Druck betreiben, nimm die Luftschleuse mit 1000 kPa oder baue verstärkte Wände. Mehr zu Wänden steht in Bauen: Rahmen, Wände, Fenster, Böden, Raster.

Die Strahltür ist ein Sonderfall: Für sie ist keine Grenze eingetragen, und Bauteile ohne Grenze nimmt die Druckschaden-Berechnung des Spiels aus. Druck beschädigt sie also nicht. Sie prüft beim Öffnen aber auch keinen Druck – gegen Vakuum geöffnet, entweicht die Luft.

Die Logikwerte einer Tür

Komposit-Tür, Glastür, Luftschleuse und Strahltür teilen sich dieselben Werte:

LogicTypelesen/schreibenBedeutung
Openrw1 = offen, 0 = zu
Lockrw1 = gesperrt, von Hand nicht mehr bedienbar; Logik wirkt weiter
Moderwwas ein Klick tut: 0 Operate öffnet und schließt, 1 Logic meldet nur einen Wunsch
Onrwein/aus
Settingrwim Modus Logic der Wunsch: 1 = bitte öffnen, 0 = bitte schließen
Idler1 = Tür steht still, 0 = Tür fährt gerade
Power, RequiredPowerrStromwerte

Zum Öffnen und Schließen schreibst du Open, zum Sperren Lock. Wichtig: Eine Tür kann auch jemand von Hand öffnen. Lies Open deshalb zurück, bevor du entscheidest – nicht blind schreiben.

Der Modus Logic ist für Türen gedacht, die ein Chip bewacht. Ein Klick bewegt die Tür dann nicht, sondern setzt Setting auf 1, wenn sie zu ist, und auf 0, wenn sie offen ist. Dein Programm liest diesen Wunsch und entscheidet, ob es Open schreibt – etwa nur, wenn die andere Schleusentür zu ist. Öffnet oder schließt der Chip die Tür, gleicht sich Setting wieder an Open an. Mit Idle wartest du, bis eine Tür wirklich zu ist, statt eine feste Zeit zu schlafen.

Für Konsolen gibt es fertige Platinen: Türsteuerung, Luftschleuse und die erweiterte Luftschleuse. Die Platine Luftschleuse verknüpft zwei Türen, Lüftungen und Gassensoren und pumpt die Kammer selbst leer, bis höchstens 0,005 kPa, und wieder voll, bis rund 100,3 kPa. Mehr Kontrolle hast du mit einem Chip.

Programm: Schleuse mit Verriegelung

Eine Schleuse hat eine innere und eine äußere Tür. Es darf nie beide gleichzeitig offen sein. Das Programm sperrt jeweils die andere Tür, solange eine offen ist. Stehen doch einmal beide offen, schließt es die äußere. Fehlt eine Tür im Netz, werden beide geschlossen und gesperrt.

# Schleuse: nie beide Tueren gleichzeitig offen
define TUER -2105052344        # Luftschleuse (StructureAirlock)
define NINNEN HASH("Schleuse innen")    # Name der inneren Tuer
define NAUSSEN HASH("Schleuse aussen")  # Name der aeusseren Tuer
alias innen r0
alias aussen r1
alias beide r2
alias sperre r3

start:
yield
lbn innen TUER NINNEN Open 0
bnan innen notfall
lbn aussen TUER NAUSSEN Open 0
bnan aussen notfall
mul beide innen aussen         # beide offen?
beqz beide verriegeln
sbn TUER NAUSSEN Open 0        # dann aussen schliessen

verriegeln:
sgtz sperre innen              # innen offen: aussen sperren
sbn TUER NAUSSEN Lock sperre
sgtz sperre aussen             # aussen offen: innen sperren
sbn TUER NINNEN Lock sperre
j start

notfall:
sbn TUER NINNEN Open 0         # eine Tuer fehlt: alles zu
sbn TUER NAUSSEN Open 0
sbn TUER NINNEN Lock 1
sbn TUER NAUSSEN Lock 1
j start

So arbeitet es:

  1. Beide lbn lesen den Zustand mit Batchmodus 0. Fehlt eine Tür, liefert lbn NaN, und bnan springt in den Notfallzweig.
  2. mul ergibt nur dann etwas anderes als 0, wenn beide Türen offen sind.
  3. sgtz macht aus „offen“ eine 1 für Lock der anderen Tür. Ist die Tür zu, wird die andere wieder freigegeben.

Was „sicher“ heißt, hängt vom Ort ab. Bei einer Schleuse ins Vakuum ist „zu und gesperrt“ richtig. Bei einer Lagertür im Inneren wäre „frei“ die bessere Wahl – sonst sperrt dich ein Fehler im Netz aus. Denk daran: Eine gesperrte Tür ohne Strom öffnet nicht einmal die Brechstange.

Strom für dieses Beispiel: zwei Schleusentüren zu je 25 W und das IC-Gehäuse mit 50 W ergeben 100 W.

Den Druck in der Kammer steuert das Programm nicht – dafür brauchst du zusätzlich eine Lüftung und einen Sensor. Die Akademie baut die ganze Schleuse Schritt für Schritt auf.

Typische Fehler

  • Die Tür reagiert nicht auf Open: Hat sie Strom? Steckt das Kabel an der Unterkante der Tür? Hängt sie am selben Datennetz wie der Chip? Lock ist hier nicht schuld – es sperrt nur die Hand.
  • Die Tür geht beim Anklicken nicht auf, obwohl sie Strom hat: Sie steht im Modus Logic (1). Dann meldet ein Klick nur einen Wunsch in Setting.
  • Der Chip sperrt beide Türen offen: Ohne die Prüfung „beide offen“ verriegeln sie sich gegenseitig im offenen Zustand.
  • Alle Türen gehen gleichzeitig auf: Beide Türen haben denselben Namen. Innen und außen brauchen eigene Namen.
  • Die Tür gilt als belastet: Der Druckunterschied liegt über 80 % ihrer Grenze. Druck senken oder eine stärkere Tür bauen.

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