Ein Chip, der still vor sich hin regelt, ist praktisch – aber du willst sehen, was er tut. Die kleine Anzeige am IC-Gehäuse reicht für einen Wert. Für eine Statustafel mit Druck, Temperatur und Akkustand gibt es LED-Anzeigen, Konsolen mit Platinen und den Computer.
Die drei LED-Anzeigen
| Anzeige | Breite | Bausätze | normale Ziffernanzeige bis |
|---|---|---|---|
| LED-Anzeige (klein) | 0,5 m, eine Zelle | 1 | 99 999 |
| LED-Anzeige (mittel) | 1 m, zwei Zellen | 2 | 99 999 |
| LED-Anzeige (groß) | 1,5 m, drei Zellen | 3 | 99 999 999 |
Alle drei baust du aus dem Kit (Konsolen), brauchen je 50 W und haben einen gemeinsamen Anschluss für Strom und Daten. Die größere Anzeige kostet so viele Bausätze, wie sie Zellen belegt.
Gesteuert werden sie über vier Werte:
Setting– die Zahl, die angezeigt wird (lesen und schreiben),Mode– die Einheit dahinter,Color– die Farbe der Ziffern,On– ein- und ausschalten.
Ein Rechenbeispiel zur Ziffernzahl: Normaler Luftdruck sind 101 325 Pa. Das sind sechs Stellen und damit mehr, als die kleine und die mittlere Anzeige normal darstellen. In kPa (101,3) passt der Wert bequem, die große Anzeige schafft auch die Pascal-Zahl.
Mode: die Einheit
| Zahl | Name | Zahl | Name |
|---|---|---|---|
| 0 | Default | 9 | Days |
| 1 | Percent | 10 | String |
| 2 | Power | 11 | Fahrenheit |
| 3 | Kelvin | 12 | Litres |
| 4 | Celsius | 13 | Mol |
| 5 | Meters | 14 | Pa |
| 6 | Credits | 15 | Newtons |
| 7 | Seconds | 16 | Degrees |
| 8 | Minutes |
Im Programm darfst du statt der Zahl auch den Namen schreiben, zum Beispiel DisplayMode.Celsius für 4.
Der Modus Celsius hängt nur „°C“ an die Zahl. Kommen 293,15 K vom Sensor, steht „293.15 °C“ da. Die 273,15 ziehst du im Chip selbst ab.
Color: die Farbe
| Zahl | Farbe | Zahl | Farbe | Zahl | Farbe |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | Blue | 4 | Red | 8 | Brown |
| 1 | Gray | 5 | Yellow | 9 | Khaki |
| 2 | Green | 6 | White | 10 | Pink |
| 3 | Orange | 7 | Black | 11 | Purple |
Auch hier gibt es Namen: Color.Green ist 2, Color.Red ist 4.
Text statt Zahl
Seit September 2025 zeigen LED-Anzeigen auch Text, den ein Chip schickt. Dafür stellst du Mode auf 10 (String) und schreibst in Setting einen Wert aus STR("…"). STR packt bis zu sechs ASCII-Zeichen in eine Zahl und wird wie HASH schon beim Speichern ersetzt – es darf also auch hinter define stehen. „ALARM“ passt, „TEMPERATUR“ nicht.
Ein Programm: Temperatur mit Farbe und Status
Zwei kleine Anzeigen hängen nebeneinander. „Anzeige Temperatur“ zeigt die Raumtemperatur in °C, „Anzeige Status“ ein Wort. Unter 18 °C wird beides blau, über 26 °C rot, dazwischen grün.
# Raumtemperatur mit Farbe und Statustext
define SENSOR -1252983604 # Gassensor (StructureGasSensor)
define LED -815193061 # LED-Anzeige klein (StructureConsoleLED5)
define NSENSOR HASH("Sensor Wohnraum") # Name des Sensors
define NZAHL HASH("Anzeige Temperatur") # Anzeige fuer die Zahl
define NTEXT HASH("Anzeige Status") # Anzeige fuer den Text
define CELSIUSOFFSET 273.15 # Kelvin minus 273,15 = Grad Celsius
define KALT 18 # Grad Celsius, darunter blau
define WARM 26 # Grad Celsius, darueber rot
define MCELSIUS DisplayMode.Celsius # haengt nur Grad C an
define MTEXT DisplayMode.String # zeigt Text aus STR
define BLAU Color.Blue # Farbe kalt
define GRUEN Color.Green # Farbe normal
define ROT Color.Red # Farbe warm oder Fehler
define TKALT STR("KALT") # Statustexte, hoechstens 6 Zeichen
define TOK STR("OK")
define TWARM STR("WARM")
define TFEHLT STR("FEHLT")
alias kelvin r0
alias grad r1
alias farbe r2
alias text r3
alias tmp r4
start:
yield
lbn kelvin SENSOR NSENSOR Temperature 0
bnan kelvin keinsensor # NaN: Sensor fehlt
sub grad kelvin CELSIUSOFFSET
move farbe GRUEN
move text TOK
slt tmp grad KALT
select farbe tmp BLAU farbe
select text tmp TKALT text
sgt tmp grad WARM
select farbe tmp ROT farbe
select text tmp TWARM text
sbn LED NZAHL Mode MCELSIUS
sbn LED NZAHL Color farbe
sbn LED NZAHL Setting grad
sbn LED NTEXT Mode MTEXT
sbn LED NTEXT Color farbe
sbn LED NTEXT Setting text
j start
keinsensor:
sbn LED NTEXT Mode MTEXT
sbn LED NTEXT Color ROT
sbn LED NTEXT Setting TFEHLT
j start
Bei 296,15 K vom Sensor rechnet der Chip 296,15 − 273,15 = 23. Das liegt zwischen 18 und 26: Die Zahlenanzeige zeigt „23 °C“ in Grün, daneben steht „OK“.
Die define-Zeilen mit Color., DisplayMode. und STR sind erlaubt, weil jede davon direkt eine Zahl ergibt. Ein define, das auf ein anderes define zeigt, wäre dagegen NaN.
Zum Strom: Zwei Anzeigen zu je 50 W und das Gehäuse mit 50 W ergeben 150 W.
Konsolen und Platinen
Die Konsole ist ein Bedienfeld an der Wand mit einem Fach für eine Platine. Erst die Platine legt fest, was die Konsole tut. Gebaut wird sie aus demselben Konsolen-Bausatz, im zweiten Schritt kommt eine Glasplatte dazu. Sie braucht 50 W. Es gibt drei Formen:
- Konsole – ein gemeinsamer Anschluss für Strom und Daten,
- Konsole Dual – Strom und Daten getrennt,
- Konsole Monitor – Strom und Daten gemeinsam, tieferes Gehäuse.
Platinen kommen aus dem Elektronik-Drucker. Laut Spieldaten gibt es unter anderem Luftkontrolle, Luftschleuse, Erweiterte Luftschleuse, Türsteuerung, Gas-Anzeige, Graphische Anzeige, Hash-Anzeige, Modus-Steuerung, Energie-Steuerung und Solarsteuerung.
Viele Platinen arbeiten nach demselben Muster: Der Bildschirm listet alle Geräte im Datennetz der Konsole als Knöpfe, und du verknüpfst per Klick die Geräte, mit denen die Platine arbeiten soll. Bei der Platine Luftschleuse wird so die erste Tür zur äußeren, die zweite zur inneren; dazu kommen Lüftungen, Gassensoren und auf Wunsch Warnlampen und Lautsprecher.
Für die Logik interessant: Der Mode der eingesteckten Platine ist über die Fachlogik schreibbar (Fach 0, Mode). Die Hash-Anzeige kennt zum Beispiel die Modi Prefab und GasLiquid.
Der Computer
Der Computer ist größer, steht auf dem Boden und braucht 200 W. Er hat zwei Fächer für Datendisks und ein Fach für ein Motherboard. Wie bei der Konsole bestimmt das eingesteckte Teil die Aufgabe: mit dem IC-Editor Motherboard schreibst du Programme, das Logik-Motherboard und das Sorter-Motherboard sind weitere Möglichkeiten. Das Logik-Motherboard ist eine Ablaufsteuerung ohne Code: Du legst Zustände an, jeder mit Bedingungen („Druck kleiner 1“) und Aktionen („Tür auf“), und bestimmst, welcher Zustand folgt, wenn alle Bedingungen erfüllt sind – und welcher sonst.
Typische Fehler
- Die Anzeige bleibt dunkel: Strom prüfen und
On. Eine ausgeschaltete Anzeige zeigt nichts, egal was inSettingsteht. - „293.15 °C“: Der Modus
Celsiusrechnet nicht um. - Kryptische Zahl statt Text:
Modesteht nicht auf 10 (String). - Der Code lässt sich nicht speichern: Mehr als sechs Zeichen oder Umlaute in
STRsind ein Fehler. - Jede Anzeige zeigt dasselbe: Alle haben denselben Namen. Gib jeder Anzeige einen eigenen.
Weiter
- IC10: der erste Chip – der Weg zum ersten Programm
- Sensoren: Gas, Tageslicht, Bewegung, Anwesenheit – woher die Messwerte kommen
- Licht und Alarm: Lampen, Blinklicht, Hupe – wenn ein Wert nicht nur angezeigt, sondern gemeldet werden soll
- Akademie: LED-Anzeigen, Konstanten und Namensräume, Statustafel bauen