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IC10

IC10: der erste Chip

Gehäuse bauen, Chip einsetzen, Kabel legen, Code aufspielen – der Weg zum ersten laufenden IC10-Programm, mit den Grenzen und Fallen, die du von Anfang an kennen solltest.

Geprüft mit 0.2.6428.27798 Aktualisiert 20.10.2026

Ein IC10-Chip liest Messwerte, rechnet und schaltet Geräte – zweimal pro Sekunde, auch wenn du gerade draußen Erz abbaust. Hier geht es um die Hardware: welche Teile du brauchst, wie sie zusammenhängen und wie ein erstes Programm aussieht, das wirklich läuft. Die Sprache selbst lernst du Schritt für Schritt in der IC10-Akademie.

Was du brauchst

TeilAufgabehergestellt im
Kit (IC-Gehäuse)baut das IC-Gehäuse oder das IC Housing (Compact)Elektronik-Drucker
Integrierte Schaltung (IC10)der Chip, auf dem das Programm liegtElektronik-Drucker
IC-Editor Motherboardmacht einen Computer zum Code-EditorElektronik-Drucker
ComputerBildschirm, an dem du den Code schreibstBausatz aus dem Elektronik-Drucker
Kabelspuleverbindet alles zu einem Netz–

Alles davon braucht laut Spieldaten nur die erste Druckerstufe. Der tragbare Laptop ist die Ausnahme: Er verlangt die zweite Stufe.

So hängt alles zusammen

Das normale IC-Gehäuse sitzt an einer Wand oder am Boden und hat zwei Anschlüsse: einen für Daten und einen für Strom. Es braucht 50 W. Das kompakte Gehäuse braucht ebenfalls 50 W, hat aber nur einen gemeinsamen Anschluss für Strom und Daten. Beide baust du aus demselben Bausatz.

Ein Kabelnetz trägt Strom und Daten zugleich. Alles, was an denselben Kabeln hängt, ist für den Chip ein Gerät im Datennetz. Gut zu sehen am Gassensor: Er hat nur einen Datenanschluss und bekommt darüber auch seine 1 W.

Den Chip legst du in das einzige Fach des Gehäuses. Danach kann das Programm Geräte auf zwei Wegen erreichen:

  • über die sechs Pins d0 bis d5, die du am Gehäuse einem Gerät zuweist,
  • über den Namen mit lbn und sbn – ohne Pin-Grenze, siehe IC10: Gerät per Name steuern.

Das Gehäuse selbst heißt im Programm db. Sein Setting erscheint auf der kleinen Anzeige am Gehäuse – der einfachste Weg, einen Wert sichtbar zu machen.

Geräte hinter einem Regler

Der Ausgang eines Flächenleistungsregler führt nur Strom. Geräte dahinter liegen in einem eigenen Netz, das der Chip im Hauptnetz nicht sieht.

Den Code aufspielen

Steck das IC-Editor Motherboard in das Motherboard-Fach des Computers. Der Computer hat dafür ein eigenes Fach, dazu zwei Fächer für Datendisks, und braucht 200 W. Computer und Gehäuse müssen am selben Datennetz hängen. Am Bildschirm wählst du das Gehäuse, schreibst oder fügst den Code ein und überträgst ihn auf den Chip.

Unterwegs geht es mit dem Laptop: Er hat je ein Fach für Chip, Batterie und Motherboard.

Bequemer schreibst du im IC10-Editor hier auf der Seite und kopierst den fertigen Code ins Spiel. Wie das im Einzelnen geht, zeigt die Lektion Arbeitsablauf mit dem Editor. Seit Juli 2026 zeigt das Spiel einen Fehler auch im Tooltip des Chips.

Die harten Grenzen

GrenzeWert
Zeilen pro Programm128
Zeichen pro Zeile90
Zeichen insgesamt4096
freie Registerr0 bis r15 (dazu sp = r16, ra = r17)
Befehle pro Takt128
Taktlänge0,5 s
Stapel (Stack)512 Plätze

Alles zählt mit: Leerzeilen, Kommentare, Labels, define- und alias-Zeilen.

Ein kurzes Rechenbeispiel zeigt, welche Grenze dich zuerst trifft: 4096 Zeichen geteilt durch 128 Zeilen sind im Schnitt 32 Zeichen pro Zeile. Eine Zeile wie lbn druck SENSOR NSENSOR Pressure 0 # Druck im Lager hat schon 54. Mit ausführlichen deutschen Kommentaren ist deshalb fast immer das Zeichenlimit die bindende Grenze, nicht die Zeilenzahl.

Drei Fallen, die jeden einmal erwischen

1. Das Programm darf nie zu Ende laufen. Steht der Programmzeiger hinter der letzten Zeile, bleibt der Chip für immer stehen – ohne Fehlermeldung. Erst Herausnehmen und Wiedereinsetzen startet ihn neu. Jedes Programm endet deshalb mit einem Sprung zurück, zum Beispiel j start.

2. Jede Schleife braucht yield. Ohne yield führt der Chip genau 128 Befehle aus, hört mitten in der Schleife auf und macht im nächsten Takt dort weiter. Einen Fehler gibt es nicht. Aber Gerätewerte ändern sich nur einmal pro Takt – die Schleife liest 128-mal denselben Wert. yield wartet genau einen Takt.

3. define nimmt nur echte Zahlen. Erlaubt sind Zahlen, Konstanten wie pi oder nan, Namen wie Color.Red und alles, was beim Speichern zur Zahl wird (HASH("…"), STR("…")). Ein anderes define als Wert ist nicht erlaubt – das Spiel meldet keinen Fehler, der Wert wird einfach NaN:

define SOLL 101        # gut: eine Zahl
define NLAGER HASH("Sensor Lager")  # gut: wird beim Speichern zur Zahl

Brauchst du denselben Wert zweimal, schreib die Zahl zweimal aus. Ein define mit einem anderen define dahinter ergibt NaN, und NaN macht jeden Vergleich danach unbrauchbar.

Dein erstes Programm: Temperatur anzeigen

Ein Gassensor mit dem Namen „Sensor Labor“ misst die Luft. Das Gehäuse zeigt die Temperatur in Grad Celsius. Fehlt der Sensor, erscheint −999 als Warnung.

# Temperatur eines Gassensors am Gehaeuse anzeigen
define SENSOR -1252983604      # Gassensor (StructureGasSensor)
define NSENSOR HASH("Sensor Labor")  # Name im Spiel
define CELSIUSOFFSET 273.15    # Kelvin minus 273,15 = Grad Celsius
define FEHLT -999              # Anzeige, wenn kein Sensor gefunden
alias kelvin r0
alias celsius r1

start:
yield
lbn kelvin SENSOR NSENSOR Temperature 0
bnan kelvin keinsensor         # NaN: Name falsch oder Sensor weg
sub celsius kelvin CELSIUSOFFSET
s db Setting celsius           # Anzeige am Gehaeuse
j start

keinsensor:
s db Setting FEHLT
j start

So arbeitet das Programm:

  1. lbn liest die Temperatur aller Gassensoren mit diesem Namen, Batchmodus 0 bildet den Mittelwert.
  2. Gibt es keinen solchen Sensor, liefert Modus 0 NaN. bnan springt dann zu keinsensor.
  3. sub rechnet um: Misst der Sensor 293,15 K, steht nach 293,15 − 273,15 eine 20 am Gehäuse.
  4. Beide Wege enden mit j start, und yield steht am Schleifenanfang.
Namen ohne Umlaute

Den Namen vergibst du mit dem Etikettierer. Schreib ihn ohne Umlaute, also „Kueche“ statt „Küche“. Der Code wird beim Übertragen in ASCII umgewandelt, und mit einem veränderten Buchstaben passt der Hash nicht mehr zum Namen im Spiel.

Wenn es nicht läuft

  • Die Anzeige bleibt dunkel: Hat das Gehäuse Strom? Steckt der Chip? Ist das Gehäuse eingeschaltet (On)?
  • Der Chip hält mit Fehler an: Error und LineNumber des Gehäuses zeigen, ob und wo es hakt. Hängt das Gehäuse an gar keinem Datennetz, hält jeder Befehl per Name den Chip an. Dasselbe passiert, wenn ein Gerät einen LogicType nicht kennt – welche Werte ein Gerät hat, steht auf seiner Seite unter „IC10 und Logik“.
  • Es erscheint −999: Der Name stimmt nicht. Prüf Tippfehler, Leerzeichen und Umlaute.
  • Der Wert ändert sich nie: Fehlt j start, ist der Chip am Programmende stehen geblieben.

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