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Europa: Kälte und Sauerstoff

Europa im Detail: reiner Sauerstoff bei 44 bis 47 kPa, aber −149 bis −140 °C, sehr schwache Sonne, guter Wind und Schneestürme – mit einem Rechenbeispiel, warum die Außenluft trotzdem nützlich ist.

Geprüft mit 0.2.6428.27798 Aktualisiert 20.10.2026

Europa ist ein Eismond des Jupiter und im Spiel als „Challenging“ eingestuft. Auf den ersten Blick wirkt sie freundlich: Die Luft draußen ist reiner Sauerstoff. Auf den zweiten ist sie eiskalt, und die Sonne bringt kaum Energie. Die Werte stammen aus dem Planeten-Datenblatt.

Auf einen Blick

WertEuropa
Schwerkraft1,3 m/s² (13,3 % der Erde)
Tageslänge1201 s, gezeitengebunden an Jupiter
Jahr1219 Sonnentage
Luftdruck43,8 bis 47,1 kPa
Luft100 % Sauerstoff
Temperatur124 bis 133 K (−149 bis −140 °C)
Sonne46 bis 56 W/m², mittags rund 53° hoch am Startort
WetterSchneesturm
StartorteIcy Basin, Glacial Channel, Balgatan Pass, Frigid Highlands, Tyre Valley

Reiner Sauerstoff – aber eiskalt

Je Gitterzelle enthält die Außenluft laut Datenblatt 340 mol Sauerstoff. Bei 124 bis 133 K ergibt das 43,8 bis 47,1 kPa. Der Sauerstoff-Teildruck liegt damit weit über den 16 kPa, die deine Lunge braucht. Das Problem ist die Temperatur von rund −145 °C.

Ein Rechenbeispiel zeigt, wie nützlich die Außenluft ist. Schließt du eine Zelle Außenluft ein und erwärmst sie auf 20 °C (293 K), steigt der Druck nach der Gasgleichung:

  • p = 340 mol · 8,3144 · 293 ÷ 8000 L ≈ 104 kPa

Eine eingeschlossene, gewärmte Zelle Außenluft hat also fast genau Normaldruck – nur eben aus reinem Sauerstoff. Mit einer Aktive Lüftung saugst du sie an, im Raum mischst du Stickstoff aus Nitrit dazu.

Reiner Sauerstoff

Sauerstoff ist ein Oxidationsmittel. Kommt Brennstoff wie Methan oder Wasserstoff dazu und zündet etwas, brennt es. Halte Leitungen mit Außenluft streng getrennt von allem, was brennt. Mehr in Atmosphäre und Druck.

Druck und Wände

Innen 101 kPa, außen rund 44 bis 47 kPa: Die Wände tragen nur etwa 57 kPa Unterschied. Die Eisenwand (Typ 1) mit 200 kPa reicht bequem.

Kälte: das eigentliche Problem

Wasser gefriert draußen immer, Eis schmilzt nie von allein. Jede Leitung mit Wasser oder Flüssigkeit im Freien friert ein. Heizen ist auf Europa Daueraufgabe: Plane je Raum eine Wand-Heizung und überwache die Temperatur mit einem Gassensor. Jede offene Schleusentür lässt Luft mit rund −145 °C herein.

Sonne und Wind

Die Sonne ist sehr schwach: 46 bis 56 W/m². Laut Datenblatt bringt ein 2 × 2-Panel höchstens rund 220 W. Dazu verdeckt Jupiter die Sonne jeden Tag knapp 3 Minuten (nachgerechnet).

Besser steht es um den Wind. Laut Datenblatt liefert ein aufrechtes Windrad ohne Sturm bis 250 W, ein großes bis 625 W – mehr als ein Sonnenkollektor hier je schafft. Eine Windturbine ist auf Europa deshalb eine ernsthafte Stromquelle. Den Vergleich rechnet der Solar-Rechner durch.

Wetter: Schneestürme

Schneestürme kühlen tagsüber um weitere 29 K, nachts um 24 K, und lassen nur 30 % der Sonne durch. Sie dauern 2 bis 10 Minuten. Das erste Ereignis kommt nach frühestens 7 Spieltagen, danach in Pausen von 3 bis 11 Tagen. Ein 2-×-2-m-Panel liefert im Schneesturm nur noch rund 60 W, und normale Panels nehmen Sturmschaden – im Mittel 6 % pro Minute, die schweren Bauformen nicht.

Rohstoffe

Europa hat dasselbe Erzprofil wie der Mars: alle Metallerze, Uran in der Tiefe und alle vier Eissorten. Wassereis ist also da – du musst es nur drinnen schmelzen.

Die ersten Schritte

  1. Dichter, geheizter Unterschlupf – Kälte ist der Hauptgegner.
  2. Windräder statt Solarpanels als erste Stromquelle.
  3. Außenluft als Sauerstoffquelle nutzen, mit Stickstoff mischen.
  4. Wasserleitungen nur in beheizten Räumen.

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