Reicht der Strom nicht, gehen in Stationeers alle normalen Verbraucher eines Netzes gleichzeitig aus – Lampen, Drucker, Lüftung und der Chip, der das hätte verhindern sollen. An bleiben nur Batterien, Transformatoren und Flächenleistungsregler. Wer selbst entscheiden will, was zuerst ausgeht, muss vorher handeln: Netze nach Wichtigkeit trennen und bei sinkendem Akku Gruppen abschalten.
Netze nach Priorität trennen
Teil die Verbraucher in Gruppen ein. Ein bewährtes Muster:
| Priorität | Gruppe | Beispiele |
|---|---|---|
| 1 | Lebenserhaltung | Lüftung, Filtration, Steuer-Chip, auf kalten Welten auch die Heizung |
| 2 | Werkstatt | Drucker, Öfen, Zentrifuge |
| 3 | Komfort | Licht, Klimaanlage im Wohnbereich, Anzeigen |
Jede Gruppe bekommt einen eigenen Strang hinter einem Transformator (groß). Der große Trafo ist dafür ideal: Er hat einen eigenen Datenanschluss, und mit On 0 gibt er nichts mehr in seinen Strang. Ein Chip kann so eine ganze Gruppe mit einem einzigen Befehl abschalten.
Der Flächenleistungsregler als Notstrom
Der Flächenleistungsregler sitzt zwischen zwei Netzen und hat ein Fach für eine Batteriezelle. Fällt das Netz davor aus, versorgt die Zelle das Netz dahinter weiter. Die Zelle lädt er mit bis zu 1000 W nach.
Wie lange das hält, rechnest du wie bei jeder Batterie: Laufzeit in Sekunden = Inhalt ÷ Last · 0,5.
- Batteriezelle (groß) (288 000 J) bei 200 W: 1440 Takte, also 12 Minuten.
- Batteriezelle (Nuklear) (2 304 000 J) bei 200 W: 11 520 Takte, also 96 Minuten.
Über Mode liest du seinen Zustand: 0 Idle, 1 Discharged, 2 Discharging, 3 Charging, 4 Charged. Der Eingang führt Strom und Daten, der Ausgang nur Strom.
Ein Steuernetz für den Chip
Hängt der Chip im selben Netz wie die Verbraucher, geht er bei Unterversorgung mit aus. Sicherer ist ein eigenes Steuernetz:
- Ein Flächenleistungsregler mit Zelle hängt mit dem Eingang am Hauptnetz.
- An seinem Ausgang liegt ein eigenes Kabel. Daran hängen das IC-Gehäuse und die Datenanschlüsse der Batterien, der großen Trafos und des Generators.
- Über dieses Kabel fließt nur der Strom für den Chip. Die Datenanschlüsse verbinden keine Stromnetze miteinander.
Wichtig: Das Steuernetz darf kein Stromkabel der anderen Netze berühren. Sonst wären die Netze verbunden und die Trennung dahin.
Ein IC-Gehäuse braucht 50 W. Mit einer großen Zelle läuft es ohne Hauptnetz 288 000 ÷ 50 = 5760 Takte, also 48 Minuten.
Lastabwurf in Stufen
Jede Gruppe bekommt zwei Schwellen: eine zum Abschalten und eine höhere zum Wiedereinschalten. Der Abstand dazwischen ist eine Hysterese – ohne sie würde die Gruppe an der Schwelle ständig an- und ausgehen.
| Gruppe | aus unter | wieder an über |
|---|---|---|
| Komfort | 30 % | 50 % |
| Werkstatt | 15 % | 40 % |
| Notgenerator | an unter 20 % | aus über 90 % |
Rechenbeispiel: Zwei Station-Batterien (7 200 000 J) versorgen 2000 W: Komfort 600 W, Werkstatt 900 W, Lebenserhaltung 500 W.
- Von 30 % auf 0 ohne Lastabwurf: 2 160 000 J ÷ 2000 W = 1080 Takte, also 9 Minuten.
- Mit Lastabwurf: Unter 30 % laufen noch 1400 W, bis 15 % sind das 1 080 000 ÷ 1400 = 771 Takte (6,4 min). Danach nur noch 500 W, bis leer 2160 Takte (18 min). Die Lebenserhaltung hält so gut 24 Minuten, und der Generator springt bei 20 % schon an.
IC10: Lastabwurf und Notgenerator
Das Programm läuft im Steuernetz. Es braucht Batterien mit dem Namen „Akku Haupt“, zwei große Trafos „Gruppe Komfort“ und „Gruppe Werkstatt“ und einen Generator (Festbrennstoff) „Notgenerator“, der auf die Eingangsseite der Batterien einspeist.
# --- Notstrom und Lastabwurf in Stufen ---
define AKKU -400115994 # Station Batterie (StructureBattery)
define TRAFO -1423212473 # Transformator gross (StructureTransformer)
define GEN 813146305 # Generator Festbrennstoff (StructureSolidFuelGenerator)
define NAKKU HASH("Akku Haupt") # Name der Batterien
define NKOMFORT HASH("Gruppe Komfort") # Trafo vor Licht und Klima
define NWERK HASH("Gruppe Werkstatt") # Trafo vor Druckern und Oefen
define NGEN HASH("Notgenerator") # Name des Generators
define KAUS 0.30 # unter 30 %: Komfort ab
define KEIN 0.50 # ueber 50 %: Komfort wieder an
define WAUS 0.15 # unter 15 %: Werkstatt ab
define WEIN 0.40 # ueber 40 %: Werkstatt wieder an
define GEIN 0.20 # unter 20 %: Generator an
define GAUS 0.90 # ueber 90 %: Generator aus
define AN 1
define AUS 0
alias stand r0
alias komfort r1
alias werk r2
alias gen r3
alias tmp r4
# --- 0. Startzustand: Gruppen an, Generator aus ---
move komfort AN
move werk AN
move gen AUS
start:
yield
# --- 1. Akkustand lesen ---
lbn stand AKKU NAKKU Ratio 0
bnan stand start # keine Messung: nichts umschalten
# --- 2. Komfort mit Hysterese ---
slt tmp stand KAUS
select komfort tmp AUS komfort
sgt tmp stand KEIN
select komfort tmp AN komfort
# --- 3. Werkstatt mit Hysterese ---
slt tmp stand WAUS
select werk tmp AUS werk
sgt tmp stand WEIN
select werk tmp AN werk
# --- 4. Notgenerator ---
slt tmp stand GEIN
select gen tmp AN gen
sgt tmp stand GAUS
select gen tmp AUS gen
# --- 5. Schalten ---
sbn TRAFO NKOMFORT On komfort
sbn TRAFO NWERK On werk
sbn GEN NGEN On gen
j start
Fehlt die Batterie oder ihr Datenanschluss, liefert lbn NaN. Dann springt bnan zurück, und alle Gruppen behalten ihren letzten Zustand. Willst du bei fehlender Messung lieber den Generator starten, lass bnan auf ein eigenes Label springen, das sbn GEN NGEN On AN schreibt und danach mit j start zurückkehrt.
Die Schwellen stehen alle oben in den define-Zeilen. Auf einer Welt mit langer Nacht (Vulcan bis 859 s) lohnt es sich, den Komfort früher abzuschalten. Den Strombedarf je Gruppe misst ein Kabel-Analysator im jeweiligen Strang.
Häufige Fehler
- Chip geht mit aus: Er hängt im Verbrauchernetz statt im Steuernetz hinter dem Flächenleistungsregler.
- Gruppe flackert: Die Schwellen zum Ab- und Einschalten liegen zu nah beieinander.
- Generator läuft, Akku lädt nicht: Der Generator speist ins Verbrauchernetz statt auf die Eingangsseite der Batterien.
- Steuernetz verbindet zwei Netze: Ein Stromanschluss statt eines Datenanschlusses wurde ans Steuerkabel gelegt.
Weiter
- Grundlagen und einfacher Notstrom-Chip: Stromnetz-Grundlagen
- Akkugrößen und Laufzeiten: Batterien und Speicher: Größen, Laden, Entladen, Transformator dazwischen
- Trafos und Stränge: Kabel, Sicherungen und Transformatoren richtig dimensionieren
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